| Nr |
Bezeichnung/ Datum als Denkmal |
Begründung zur Aufnahme in die Denkmalsliste |
| 1 |
Haus Lütke-Böckmann
Bulderner Str. 21
(Holtrup 9)
(Denkmal seit 09.05.1988)
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Giebelständiges Fachwerkhaus mit verbretterter Giebelspitze
(Rückgiebeldreieck ganz verbrettert).
In der Wandgliederung relativ wenig verändert. Pfanneneindeckung. Knaggen
(Winkelstücke, Stützen) mit Schlitzen im Bereich des nördlichen Giebels lassen
vermuten, dass hier früher ein Anbau gestanden haben muss.
Dieses lässt auf eine längere Baugeschichte schließen. Erste Erwähnung 1631
im Archiv Droste zu Senden als "Buerbanks Kotten".
Das Gerüst des Fachwerks dürfte aus dem 18. Jh. Stammen.
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| 2 |
Wohnhaus
Hiddingseler Str.
(Holtrup 1)
(Denkmal seit 25.10.1989)
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Das Wohnhaus gegenüber der Droste-Mühle am Mühlenbach
ist ein eingeschossiger Backsteinbau von drei mal vier Achsen mit Mansarddach im
schlichten neubarocken Stil.
Baujahr: ca. 1920
Daneben Fachwerkwirtschaftsgebäude mit Krüppelwalmdach.
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| 3 |
Gruftkapelle Droste zu Senden
Hiddingseler Str.
(Denkmal seit 24.10.1985)
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Die Gruftkapelle des Hauses Droste zu Senden in
barocker Manier, steht effektvoll am Endpunkt der Hauptallee zum Schloss Senden. Die
Kapelle ist ein quadratisches Gebäude mit dreiseitiger Apsis. Ziegelmusterung und
Eckverquaderung aus Sandstein. Das Dach über dem Eingang ist vorgezogen und auf zwei
Säulen abgefangen. Seitlich des Eingangs mit gerader Verdachung zwei Ovalfenster.
Dachreiter zeigt das Datum 1786, der Bau selber ist eher der 1. Hälfte des 18. Jh.
zu zuordnen. Der Sandsteinaltar (geweiht 1538, früherer Standort unbekannt) enthält
die Kopie eines Madonnenbildes des münsteraner Malers Kaspar Goerke v. 1865, das
1980 gestohlen wurde. An den Wänden kleine Epitaphe mit den Lebensdaten der
beigesetzten Familienmitglieder.
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| 4 |
Schloss Senden
Hiddingseler Str.
(Holtrup 3)
(Denkmal seit 27.12.1985)
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- Hauptburg:
Vielgestaltige Baugruppe auf rechteckiger Insel von breiter Gräfte und
baumbestandenem Ringwall umgeben.
Auf der Ostseite das schmucklose Herrenhaus, mit altertümlich steilem
Dreistaffelgiebel in münsterländischer Bauweise.
Wohl das älteste erhaltene Bauwerk dieser Art. Wahrscheinlich 2. Hälfte des 15.Jhh.
Der anschließende Bau datiert 1865 und 1899.
Die übrigen Gebäude nach 1703 umgestaltet oder neu errichtet.
Im Westen breitgelagertes Bauhaus.
An der Nordwestecke ein Gebäude mit originellem Uhrtürmchen (steht auf )
Am Giebel des Backsteinbaus Wappenstein der Droste zu Senden, datiert 1719.
- Brücke mit Torfeilern:
- Zufahrtsbrücke von 1706 von vier Bögen sowie Zugbrücke mit Torpfeilern, darauf
wappenhaltende Löwen.
- Speicherhäuschen an der Allee ist ein Fachwerkbau. Eingeschossig, die sichtbare
Sandsteinumrahmung zeigt die tlw. Unterkellerung. Krüppelwalmdach·
- Heiligenfigur: Trauernde Maria datiert von 1894·
- Sandsteinfigur: Johannes Nepomuk, dat. 1766 (neu aufgestellt 1942) auf reich
gegliedertem Sockel.
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| 5 |
Kommunionkapelle
(Pavillon am DEK)
(Denkmal seit 09.05.1988)
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Der schlichte neubarocke Zentralbau auf achteckigem
Grundriss, wurde 1910 zur Erinnerung der Erstkommunion des Clemens Droste zu Senden
in sichtweite des Schlosses errichtet. An der offenen Vorderseite stehen vier
pseudo-dorische schlanke Säulen, die übrigen Seiten sind mit Backsteinwänden
geschlossen und durch Sandsteinquadern gefasst. Das achtseitiges Mansarddach ist
mit geschmiedetem Kreuz geschmückt. Im Innern geputzte Wände, oben geschlossen mit
achteckigem Klostergewölbe und Schlussstein über geputzten Graten. Die Wappen am
Eichenholzaltar zeigen die Familienwappen des Kommunionkindes. Einmal das
Senden´sche und das Freiherr von Romberg´sche Wappen der Mutter. Die Mutter Gottes
stellt die Marienstatue von Lourdes dar, die vor dem Umbau der Pfarrkirche St.
Laurentius 1966 den dortigen Marienaltar schmückte.
Inschrift Im Architrav:
Erinnerung an meine Hl. Erstkommunion am 03. April 1910, Freiherr Clemens Josef
Droste zu Senden, geb. 30. November 1896
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| 6 |
Pastorat
(Außenwand und Dachflächen)
Schulstraße 10
(Denkmal seit 25.10.1989)
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Das Pastoratsgebäude ist ein zweigeschossiger
Massivbau mit Krüppelwalmdach.
Fünf mal drei Achsen, Geschosstrennung durch umlaufendes Gurtgesims. In der
Mittelachse der Traufeseite über Freitreppe erreichbare Tür mit Chronogramm
1835.
Vorkragung des Gurtgesimses und reliefviertes Feston (Blumengewinde - Ornament)
mit dem Obergeschoss-Fenster zu einem Mittelmotiv verbunden.
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| 7 |
Hotel Niemeyer
(Denkmal seit 25.10.89)
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Fachwerkhaus aus dem Ende des 18. Jhh.
Stattliche Fachwerkhaus von zwei Geschossen in Giebelstellung zur Herrenstraße.
OG und Giebeltrapez auf Knaggen (Winkelstützen) vorkragend. Giebelfassade zur
Herrenstraße verschindelt. Traufenseite und Rückseite vollständig verputzt.
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| 8 |
Kath. Pfarrkirche St. Laurentius
(Denkmal seit 22.01.1987)
(nebst Kirchenausstattung 2002)
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Neugotische Backsteinbasilika mit vorgesetztem
Westturm, erbaut 1870-78 von Nordhoff, Münster. Weihe 10.9.1873, Turm 1888-90.
Sakristeianbau Anfang des 20 Jh.
Auf dem Turm schmiedeeisernes Kreuz von Schmiedemeister Heimann, Senden.
Dreischiffiges vierjochiges Langhaus mit Arkaden und Rundpfeilern. Über den
Seitenschiffdächern offenes Strebewerk.
Im Osten anschließend Querschiff und Chor; die Querschiffarme wie der Chor mit
quer rechteckigem Joch und 5/8- Schlussstein.
Vor den Rippen der Polygongewölbe im Chor Heiligenfiguren unter Baldachinen. Die
Seitenschiffe setzen sich neben dem Chor als Seitenchöre mit flachem Chorschluss
fort. Qualitätsvolle ornamentale Raumausmalung der Bauzeit. Im Westen vor der
Turmwand Orgelempore und zugehöriger Orgelprospekt.
Die Orgel stammt aus dem Jahr 1854 des Orgelbaumeisters Laudenbach aus Dülmen.
In den Fenstern des Hauptchores vorzügliche Glasmalereien von Hertel aus
Düsseldorf 1897 und Derix, Goch und Kevelaer 1913.
Polygonfenster des Querhauses und Turmfenster mit gleichzeitiger Grisailleverglasung
(Malerei mit Grautönen), Langhausfenster mit ornamentaler Blankverglasung.
Im Chorpolygon an der Nordostwand spätgotische Sakramentsnische, hinter dem
Altar spätgotischer Sakramentsturm aus Baumberger Sandstein (Ende 15.Jhh.).
Die Neugestaltung des Altarraums ( II. Vatikanum) Architekt König aus Dülmen.
Altar (Kfd) und Ambo (Bredenbeck-Wierling) wurde von
Bildhauer Daubenspeck aus Emsdetten 1966 aus Kalksandstein aus
Savonier in Frankreich geschaffen.
Außen am Chorscheitel steinernes Kruzifix aus dem letzten Viertel des 19. Jh.
Westturm mit großen Fenstern an den drei freistehenden Seiten. Im hohen Freigeschoss
jeweils drei schlanke Spitzbogenblenden. Spitzer Turmhelm mit vier Ecktürmchen.
Dazwischen nach allen vier Himmelsrichtungen Ziffernblätter.
Über der Vierung offener Dachreiter mit Groche. Der 30 Pfund schwere Hahn ist von
Schmied W. Hansen aus Senden und wurde von A. Hast, Senden, gestiftet.
Hölzernes Altarkreuz von 1870 (zeitw. Wegekreuz bei Twissel)
Pieta von Prof. Wilh. Haverkamp, Senden.
Statue der St. Anna, Patronin der Kfd, von Bildhauer Alexander Frerichmann aus
Senden.
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| 9 |
Wohnhaus Palz
(gen. Stegehaus)
Münsterstr. 12
(Denkmal seit 25.03.1992)
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Wohnhaus mit älteren Bauteilen um 1835.
Bedeutendes Haus für die Sendener Ortsgeschichte u.a. ehem. Zollhaus zwischen dem
Herzogtum Berg (Preußen) und Frankreich vom Februar 1811 - November 1813
Die Knaggen am vortragenden Giebel (zum Kirchplatz) deuten auf eine viel ältere
Bausubstanz. Der heutige, betont städt. Eindruck ist durch die eindrucksvolle
Reihung von Rechteckfenstern an der Traufenseite bedingt. Der verputzte Bau
unterstreicht diesen Stilwillen. Mit der Brennerei und der Pfarrkirche bildet
das Haus eine "Traditionsinsel" im Ortsbild. Älter als die beiden anderen,
macht es bewusst, dass die Geschichte Sendens weit zurückgeht.
Zeugnis dafür ist u.a. auch der nebenanstehende Speicher.
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| 10 |
Grabmal Prof. Haverkamp
(St. Laurentius Friedhof)
geb. 4.2.1864 Senden
gest. 1929 Berlin
(Denkmal seit 07.02.1989)
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Aus mehreren Steinquadern gefügte, übergiebelte,
querrechteckige Relieftafel auf Sockel, unter dem Giebelaufsatz durch
Abschlussprofil mit Voluten Einrollung am Kapitel (Ionischer Säulen) an den Enden
abgeschlossen. Im Feld aufgeschlagenes Buch mit den Lebensdaten der hier
Bestatteten, von zwei knienden trauernden Engeln gehalten. Im Giebelfeld
Kreuzmedaillon zwischen Rosen und Eichenzweig. Das Grabmal ist offensichtlich
von Prof. W. Haverkamp für sich und seine Familie geschaffen.
Heute noch existierende Kunstwerke sind das Denkmal des Großen Kurfürsten an der
Weserbrücke in Minden, Medaillons in der Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche in Berlin,
Bildtafeln in der Lutherkirche zu Solingen, Kriegerdenkmale in Hiddingsel und
Objekte in Potsdam und Dessau.
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| 11 |
Brennerei Palz
(Hauptgebäude)
(Denkmal seit 25.03.1992)
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Bei der Brennerei handelt es sich um ein traufeseitig
zur Münsterstraße errichtetes dreigeschossiges Backsteingebäude incl. hohem
Kellergeschoss. Die Giebelflächen sind durch vier Lisenen (pfeilerartige
Mauerstreifen) mit Rundbogenabschluss unter dem Krüppelwalmdach gegliedert. Die
Ecken sind nach Süden hin schwach gequadert. Die Fenster im 2. OG sind mit
Baumberger Sandstein, Sohlbänken und Fensterstürzen sowie Mittelstil gegliedert.
Darüber liegt je ein Entlastungsbogen.
Das Krüppelwalmdach wird durch profilierte Sparrenköpfe getragen und ist mit dunklen
Pfannen eingedeckt. Im Dachbereich südlich erhebt sich ein firstgleiches
Dachhäuschen als Ladenaufzug. Der Haupteingang ist an der Traufeseite eine
ebenerdige schlichte verbreiterte Tür mit Kämpferzone, darüber aufgehende
Verglasung.
Die Nordseite des Gebäudes ist in Originalsubstanz noch fast vollständig erhalten;
auch hier auffällig das Giebelhäuschen mit den profilierten Sparrenköpfen im
Bereich des Krüppelwalms, auffällig auch die Lisenengliederung mit dem umlaufenden
Putzband auf Backstein sowie die Fenstergewände (Einfassung) im 2. OG aus Baumberger
Sandstein.
Deutlich sichtbar das halb aus dem Boden herausragende Kellergeschoss. In diesem
Bereich mit vorspringendem Sockelband.
Westlich des Gebäudes erhebt sich ein achteckiger Kamin. Dieser verjüngt
sich in den oberen fünf Metern zu einem runden Kaminkopf.
Baujahr:
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| 12 |
Haus Ronnebrink
(heute Kleingräber-Fuchs)
Münsterstr. 40
(Denkmal seit 08.10.1987)
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Kleiner, quer aufgeschlossener Fachwerkbau
(Ackerbürgerhaus) über Werksteinschwelle (Kofferhaus. Ein- bis
eineinhalbgeschossig).
Krüppelwalmdach, altes Türblatt, rückwärtig zweigeschossiger Fachwerk-Anbau.
1967-1975 Wohnhaus und Werkstatt des Künstlers Paul Mersmann (1903 - 1975) aus
MS- Sprakel. Im Garten und vor dem Haus sind noch Kunstwerke des Künstlers zu sehen,
die der griechischen Mythologie entlehnt worden sind. Er starb in Senden am 10.
März 1975 und wurde auf dem St. Laurentiusfriedhof beigesetzt. Sei Grab schmückt
eine von ihm geschaffenen Stele.
Die Errichtung des Gebäudes ist auf den Zeitraum Mitte des 18. bis Anfang des 19. Jh
zu datieren.
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| 13 |
Kriegerdenkmal
(Denkmal seit 02.09.1998) |
Das Kriegerdenkmal wurde von dem gebürtigen Sendener
Bildhauer Wilhelm Haverkamp 1909 zu Ehren der im Deutsch-Dänischen -(1866) und
Französischen - Krieg (1870/71) gefallenen Soldaten geschaffen. Es stellt den
Erzengel Michael, dem Schutzpatron des Krieges, mit Schwert, Schild und bekränztem
Stahlhelm dar. Im II. Weltkrieg sollte das ca. 500 kg schwere Bronzedenkmal
eingeschmolzen werden. Auf Intervention des damaligen Bürgermeistern konnte dies
verhindert werden.
Die St. Johanni Bruderschaft initiierte 1958 die Errichtung der Umfassungsmauer mit
den 16 Tafeln der gefallenen Soldaten und Vermissten beider Weltkriege
(1914-18 und 1939-45).
Reich gegliederter Granitsockel, darauf Bronzefigur des Erzengels Michael mit
Schwert, Schild und bekränztem Stahlhelm.
Die Figur signiert von 1909 Wilhelm Haverkamp, geb. 4.3.1864 in Senden
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| 14 |
Mäusespieker
Hof Röhlmann
Gettrup 23
(Denkmal seit 24.11.1995)
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Der Mäusespeicher ist ein bedeutendes Zeugnis
für das bäuerliche Wirtschaften im 18. Jhh. Und in den folgenden Zeiten bis ins
20. Jhh. Sie ist als einziges erhaltenes Zeugnis dieser Art in Senden bedeutend
für die Sozialgeschichte, die weitgehend von der Landwirtschaft geprägt ist.
Die Erhaltung liegt im öffentlichen Interesse und ist für die örtl. Baugeschichte
bedeutend.
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| 15 |
Wegkapelle
Schulze-Messing
Gettrup 5
(Denkmal seit 20.10.1989)
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Kleiner Backsteinbau aus dem 18. Jhh. über etwa
quadratischen Grundriss, alle Seiten dreieckig übergiebelt; Wandgliederung
durch Lisenen, zwischen diesen an den Seiten Rundbogenfriese und Vierpasse
(Verzierungsform mit 4 Bögen); an der Frontseite statt der Lisenen
Werksteinpilaster; zwischen diesen Rundbogenöffnung; im Innern quadratischer Raum
mit Kreuzgratgewölbe und Blendgliederung; Kreuzigungsgruppe. Die Kapelle steht in
axialer Lage zum Gräftenhof "Schulze-Messing".
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| 16 |
Speichergebäude
Schulze-Messing
Gettrup 5
(Denkmal seit 23.10.1989) |
Der Backsteinspeicher auf dem Hofgelände von
Schulze-Messing stammt aus der 2. Hälfte des 19. Jhh. Zweigeschossiger
Bachsteinbau mit Satteldach. Fenster mit Sandsteinfassungen. Für die Errichtungszeit
auffälliges massives Steinmauerwerk entgegen der für diese Zeit üblichen
Fachwerkbauweise. Dieses begründet sich in der seinerzeit auf dem Hof
betriebenen Feldbrandziegelei.
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| 17 |
Wallanlage "Olle Diek"
Dorfbauerschaft (b. Mersmann)
(Denkmal seit 14.03.1995)
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Etwa dreieckige Wallanlage mit abgesenkter
Innenfläche ca. 390 x 120 m.
H: 1,5, B: ca. 10 m; Innenfläche zum Teil Wasserfläche
Wahrscheinlich handelt es sich um mittelalterliche Fischteiche des zur
Georgskommende gehörenden Hofes Schulze-Tomberge.
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| 18 |
Fachwerkbauernbaus
Dorfbauerschaft 103
bisher Lenz nun Umbau
Christoph Scholz
(Denkmal seit 02.05.2002) |
Vierständer-Fachwerkbauernhaus von 12 Gefachen mit
langrechteckigen Backsteinausführungen und Backsteingiebel vor dem Wirtschaftsteil.
Teilkeller; pfannengedecktes Satteldach. Wohnteil zum Teil zweigeschossig, hinter
dem Kamin Halbkeller mit massivem Sockel und Upkammer. Der Wirtschaftsgiebel mit
mittigem korbbogigem Dielentor, symmetrisch angeordnet zwei kleine Stalltüren sowie
vier Fenster, jeweils mit kleinem Stichbogen. Giebeldreieck Gruppe aus drei
rundbogigen Fenstern, in der Spitze halbrund kleine Öffnung. Ecken,
Horizontalgesims und Ortgang leicht vertretend. Inner Gliederung: Dreischiffiger
Wirtschaftsteil, die ursprünglichen Stallwände nur in Resten, die Hillen nicht mehr
erhalten. Wohnteil mit hoher Küchendiele, darin teilweise erneuerter Kamin,
Upkammer und vier weitere, von der Diele aus zugängliche Räume; der in den
Wirtschaftsteil reichende wahrscheinlich die ehemalige Milchkammer. Mehrere
bauzeitliche Türen und Fenster sowie Teile des Kamins erhalten. Jüngere
Fensterbrüche und Vermauerungen, vor allem im Bereich der ehemaligen Upkammer.
Bauzeit nach 1850-1870, Wirtschaftsgiebel und vermutlich die Treppe 1925.
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| 19 |
Backsteinspeicher
Dorfbauerschaft 116
Hof
(Denkmal seit 02.09.1998)
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Zweigeschossiger Backsteinspeicher, teilw.
Unterkellert, Satteldach; kleiner Risalit mit Giebel und Kranbalken auf der
Nordseite. Ziermauerwerk in den Giebelfeldern. Bauzeit um 1900. Die Bedeutung
für Senden liegt darin, dass durch diesen Speicher der architektonische Wandel im
landwirtschaftlichen Wirtschaftsgebäudestil dokumentiert wird. Er verfügt über einen
separaten, tonnengewölbten Kellerraum, der bis vor wenigen Jahren zur Lagerung von
Saatkartoffeln genutzt wurde und wahrscheinlich auch zu diesem Zweck gebaut
wurde. Ebenso besteht ein separater Backraum mit erhaltenem Backofen. Das
I.OG war in einen Lagerboden und einen separaten Raum geteilt gewesen, dessen
ursprüngliche Nutzung unbekannt ist. Der Dachraum war ausschließlich Lagerraum.
2002 wurde der Speicher zu Wohnzwecken umgebaut.
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| 20 |
Landwehr
Bredenbeck
(links von der Str. n. Albachten)
(Denkmal seit 14.03.1995)
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Teilstücke der spätmittelalterlichen
Kirchspiellandwehr Albachten / Bösensell.
L: ca. 180 m B: ca. 10 m H: 0,6-0,8 m mit gut erhaltenem
Einzelwall mit beidseitig angelegten Gräben.
Siedlungsgeschichtlich und wissenschaftlich von Bedeutung.
Weitere Landwehren sind in Gettrup.
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| 21 |
Bildstock
Hof Vogt
Bredenbeck 5
(Denkmal seit 25.03.1992)
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Neugotischer Bildstock in Kalkstein. Quersockel
Figurennische mit Dreiecksgiebel, darauf Kreuzfigur "Herz Jesu". Der
veränderte Standort ist mit Platten gepflastert und von dem vollständig erhaltenen,
originalen Gitter umfriedet.
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| 22 |
Gräftenanlage "Beckers Kotten"
Wierling, diesseits der Stever
(Höhe Hof Schulze-Mönking)
(Denkmal seit 03.12.1985)
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Die Gräftenanlage repräsentiert den Typ für das
Kernmünsterland charakteristischen neuzeitliche umgräfteten Hof und ist sicher
als solcher von allgemeiner Bedeutung für die regionale Siedlungsgenese. Der
Innenraum ist ca. 50x70 m groß. Die Gräften sind ca. 5m breit und ca. 1,5m
gegenüber dem Innenraum abgesenkt. Im Innenraum befand sich noch 1841 ein Gebäude.
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| 23 |
Bildstock
Hof Schulze-Höping
Holtrup 20
(Denkmal seit 13.11.1987)
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Der Bildstock von 1771 mit Immakulatarrelief in der
Nische. In der Bekrönung Relief Gottvaters. Am Sockel Inschrifttafel. Datum an der
rechten Wange. Zweifarbig gefasst, Sandstein. Geschützt durch modernen Überbau.
Die Inschrift lautet:
1.
Zu dir Flehend mich begebe
O Maria mein Patronin
Dein Sohn Jesus in mir `Lebe
Ihnen Sey heilig mein hertz und Sinn
2.
Feuer alles übel und gefahren,
grossse jungfrau von mir kehre.
Mich stetz gnädig wollst bewahren
deinen Segen mir beschären
3.
Voll der Gnaden dies erwerbe
Daß Gott die Sünd mir verzeihe
Und ich büßend selig Sterbe
mit Dir , Sein reich mir verleihe
Vater unser Ave Maria
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| 24 |
Hofkapelle
Schulze-Bremer
Appelhülsener Str. 24
(Denkmal seit 05.03.1997)
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Die Hofkapelle ist um 1880 erbaut und auf
quadratischem Grundriss, alle Seiten dreieckig übergiebelt; Wandgliederung durch
Lisenen, zwischen diesen an den Seiten Rundbogenfriese und Vierpässe; an der
Frontseite Werksteinpilaster; zwischen dieser Rundbogenöffnung; im Innern
quadratischer Raum mit Kreuzgratgewölbe und Blendgliederung, Kreuzigungsgruppe.
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| 25 |
Spieker
Schulz-Bremer
Appelhülsener Str. 26
(Denkmal seit 14.07.1995)
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Großer repräsentativ und handwerklich hervorragend
ausgeführter um 1800 erbauter Speicher. Massivkeller, evtl. später ausgebaut.
Zweigeschossiger Fachwerkbau mit Backsteingefachen, Krüppelwalmdach mit
Pfannendeckung. Das Innere in Längsrichtung zweifach unterteilt. OG und Dach
durchgehend. Ungewöhnlich die Zugänge zum OG über eine von außen zugängliche
Treppe. Deckenbalken und einige andere Hölzer in Zweitverwendung von einem Bau
aus der Zeit um 1600, der wahrscheinlich das alte Haupthaus gewesen ist. Teilweise
originale Fenster. Der Zustand der Hölzer ist weitgehend gut bis
zufriedenstellend, Zustand der Gefache sowie aller Fenster und Türen schlecht.
Größe und Qualität lassen auf die Bedeutung des Schulzen Hofes Schulze-Bremer
schließen. Als Dokument der Wirtschafts- und Bauformen auf einem großen Bauernhof
ist er von wissenschaftlichem und volkskundlichem Wert, so dass ein öffentliches
Interesse an seiner Erhaltung besteht.
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| 26 |
Stever-Düker
Gettrup 7
(Denkmal seit 01.07.1992)
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Um 1895 aus Backstein erbautes
Kreuzungsbauwerk, mit dem die Stever als Druckleitung unter der Alten Fahrt des
Dortmund-Ems-Kanals hindurchgeführt wird. Die drei Überführungsbögen sind als
Tonnengewölbe ausgebildet und liegen auf zwei Strompfeilern. Die Flankenmauern der
Ein- und Ausfahrt sind mit leichten Radien nach außen gezogen.
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